Warum mal Schmerzen und mal keine? – Der Schmerzsee

Wir fassen zusammen, dass einseitige und engwinklige Bewegung die Spannung der Muskulatur beeinflusst, wodurch sich die Belastungssituation auf die Gelenke verändert. Ernährung, Psyche und Umwelteinflüsse wirken sich ebenso auf die Grundspannung aus und fördern zusätzlich noch die Übersäuerung des Gewebes.

Als Parabel kann man sich das Ganze wie eine Kugel unter Wasser vorstellen: summieren sich die negativen Einflüsse steigt die Kugel immer weiter nach oben und sobald sie an die Oberfläche tritt, ist die eintretende Schädigung höher als der Körper sie zu reparieren vermag. Darum schaltet der Körper nun auf den sogenannten „Alarmschmerz“. Führen wir zufällig eine ausgleichende Bewegung aus, ernähren uns besser oder entspannen uns sinkt die Kugel wieder unter die Oberfläche und der Schmerz lässt nach. Man nimmt an, alles sei wieder in Ordnung. Das stimmt aber nicht, was uns erst wieder bewusst wird wenn die Aufsummierung die Kugel erneut nach oben treibt.

Dadurch lässt sich in dieser Parabel, die nicht die pathophysiologische Wirklichkeit darstellt, sondern nur einen laienhaften Eindruck vermitteln soll, was wirklich passiert, nachvollziehen warum wir mal Schmerzen haben und mal keine. Die Problematik die sie verursachen baut sich auf und ab. Folglich nur weil wir keinen Schmerz spüren heißt dies nicht, dass in unserem Körper nicht doch etwas passiert, beeinflusst von unserem Alltag und Lebensgewohnheiten.

Bestimmt haben Sie auch schon von Menschen gehört bei denen zufällig im Röntgen ein Schaden festgestellt wurde, jedoch keine Schmerzen vorhanden sind. Dies lässt sich zum Teil damit erklären, dass die betreffende Person zufällig ausgleichende Bewegungen durchgeführt hat, welche die überhöhte Spannung senkte und die Kugel unter der Oberfläche hält.

Darüber hinaus hat der Körper auch noch eine Reihe weiterer Mechanismen, Schmerzen zu verdrängen.